Aufbau der Familienzentren
Baustein 5: Ehrenamt / Mehrgenerationenbegegnungen
Ein weiterer wichtiger Baustein für die geplanten Familienzentren im Emsland ist das Ehrenamt. Durch diesen kann die gewünschte Mischung aus Haupt- und Ehrenamtlichkeit hergestellt werden, um ausreichende und flexible Betreuungsformen zu entwickeln. Die Anwerbung von Ehrenamtlichen vor allem für den Betreuungsbereich und die Familienzentren soll in enger Kooperation mit den örtlichen Freiwilligenzentren, den emsländischen Seniortrainern sowie der Geschäftsstelle zur Stärkung des Ehrenamtes des Landkreises geschehen. Ein Vorteil bei der Verbindung von Familienzentren und dem Ehrenamt ist, dass Familienzentren in der Regel in örtliche Strukturen wie Kirchengemeinde, Orts- oder Stadtteile integriert sind. Durch die Angliederung der Familienzentren an die Kindertagesstätten können Ehrenamtliche und Eltern zusammen gebracht werden, um Vertrauen herzustellen und Angebote zu entwickeln.
Folgende Angebote durch Ehrenamtliche in Familienzentren wären denkbar:
- Ad-hoc-Betreuung (siehe hierzu Baustein)
- Verbindliche Angebote - Vermittlung von Leihomas/Leihopas durch das Familienzentrum und deren Begleitung durch die Kindertagesstätte
- Offene Angebote durch Ehrenamtliche am Nachmittag in den Räumen des Familienzentrums wie Bastelstunden, Kochen oder Vorlesenachmittage
- Babysitterbörse - Vermittlung von Babysittern durch das Familienzentrum (z.B. über ein Schwarzes Brett)
- Hol- und Bringdienste durch Ehrenamtliche oder Zusammenschlüsse von Eltern
- Über-Mittag-Betreuung durch Ehrenamtliche
Im Idealfall entwickeln sich die Familienzentren zu Orten für Mehrgenerationenbegegnungen. Denkbar ist die Einrichtung von offenen Treffpunkten in den Zentren, zum Beispiel in Form eines selbst organisierten Cafés, wodurch auch die frei werdenden räumlichen Kapazitäten in den Kindertagesstätten (aufgrund der sinkenden Kinderzahlen) sinnvoll verwendet werden können. Aus derartigen Begegnungen kann ein verbessertes Verständnis der Generationen füreinander entstehen, woraus sich wiederum Anknüpfungspunkte für ehrenamtliches Engagement (z.B. Einrichtung eines Leihoma/Leihopadienstes) ergeben können.
